Heute wurde der 20. Österreichische Schuldenreport der Öffentlichkeit präsentiert. Von der staatlich anerkannten Schuldenberatung Steiermark wurden im Jahr 2025 insgesamt 6.592 Personen betreut. 2.225 (+5,3%) Personen haben sich erstmals an die Schuldenberatung gewandt und 1.552 Klient:innen eine Erstberatung in Anspruch genommen.
Die Durchschnittsverschuldung der Klient:innen der Schuldenberatung Steiermark liegt bei 61.915 Euro, wobei die Durchschnittsverschuldung von Männern deutlich höher ist als jene von Frauen.
Im Jahr 2025 wurden bei 71,1 Prozent aller eröffneten Insolvenzverfahren die Klient:innen durch Mitarbeitende der Schuldenberatung Steiermark vor Gericht vertreten.
Als Gründe für ihre Überschuldung (Mehrfachnennungen möglich) nannten 36,4 Prozent der Klient:innen „Arbeitslosigkeit bzw. Einkommensverschlechterung“. Mehr als jede/r Fünfte (20,6 Prozent) nannte unter anderem „Umgang mit Geld bzw. mangelnde Finanzbildung“. „Ehemalige Selbstständigkeit“ wird von 19,1 Prozent der Klient:innen genannt, „Scheidung/Trennung“ von 12,4 Prozent.
Seitens der Schuldenberatung Steiermark werden auch präventive Maßnahmen angeboten. So fanden 129 Workshops mit unterschiedlichen Inhalten für 2.610 Teilnehmer:innen statt. Überaus gut angenommen wurde 2025 das Angebot der Budgetberatung; es richtet sich an Personen, die noch nicht überschuldet sind, jedoch mit finanziellen Veränderungen zu rechnen haben (Karenz, Pension, etc.).
Für die tägliche Budgetplanung empfiehlt die Schuldenberatung zudem die kostenlose App „Schotterlotte“, die beim Überblick über Einnahmen und Ausgaben unterstützt: https://staf.or.at/schotterlotte/




